Wir sind Beratungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft
Auf den folgenden Seiten stellen wir Ihnen die gängigen diagnostischen und therapeutischen Verfahren zur Behandlung der Urininkontinenz vor
Terminologie:
Etwa vier Millionen Menschen werden in Deutschland wegen Harn- und/oder Stuhl-Inkontinenz behandelt. Hierbei hndelt es sich zumeist um Frauen. Während bei den unter 65-jährigen Frauen ca. 5% unter einer Harninkontinenz leiden, sind es bei den Seniorinnen über 65 Jahren über 30%, jedoch nur 10% der Männer. Mehr als 1,0 Millionen der unter Inkontinenz leidenden Frauen haben eine Stress-Harninkontinenz! Hier liegt die Ursache in der Verletzlichkeit des weiblichen Schließmuskelsystems. Hauptursache ist die Überdehnung und Zerreißung der Beckenbodenmuskulatur bei vaginaler Entbindung. Im Alter kommt neben Minderung der Durchblutung, Epithelabbau durch hormonelle Defizite auch die Degeneration und Tonusverlust der quergestreiften Beckenboden- und Sphinktermuskulatur im Rahmen der allgemeinen Muskeldegeneration hinzu.
Man unterscheidet als vier Hauptformen der
Urininkontinenz die Streßinkontinenz (v.a. bei Frauen mittleren Lebensalters), die
Urge-(Drang-)Inkontinenz (als sensorische, motorische oder funktionelle Dranginkontinenz),
die Reflexinkontinenz, die Überlaufinkontinenz sowie (seltener) die extraurethrale
Inkontinenz. Die Diagnostik der Urininkontinenz erfolgt zunächst durch gezielte Befragung
u. Erstellung eines Miktionsprotokolls. Die klinische Untersuchung umfasst u.a. eine
Harnanalyse u. die (sonographische) Restharnbestimmung, die Zystoskopie(
Harnblasenspiegelung) sowie die urodynamische Untersuchung
der Harnblase. Therapeutisch wird konservativ (z.B. mittels Kontinenztrainings,
Beckenbodengymnastik, Einsatzes von Inkontinenz-Hilfsmitteln) oder operativ vorgegangen.